
Bühne
Zwei Diven: „Spatz und Engel“
In New York trägt es sich zu, Ende der 1940er Jahre, dass Marlene Dietrich und Édith Piaf sich begegnen. Gemein ist ihnen, dass sie beide Diven sind und für ihre markanten Stimmen gefeiert werden. Ansonsten könnten sie kaum unterschiedlicher sein: „Der Spatz von Paris“ ist zarte 147 Zentimeter groß, dabei aber lebenserfahren in Ober- und Unterwelt, manchmal auch rotzig und frech. „Der blaue Engel“ entstammt preußisch-bürgerlichem Milieu, ist früher geboren und soll auch erst Jahrzehnte später sterben – die Piaf wurde nur 47, die Dietrich stolze 90 Jahre alt. Doch alle Unterschiede halten die beiden nicht davon ab, sich in Freundschaft, ja vielleicht sogar Liebe verbunden zu fühlen! Was hier von zwei Autoren in ein Bühnenstück verwandelt wurde, ergibt also zwei Paraderollen für zwei Vollblutschauspielerinnen, und Helen Joor und Susanne Rader widmen sich dem Ganzen mit viel Musik, mit „Non, je ne regrette rien“ und „Sag mir, wo die Blumen sind“. (Foto © Helmut Seuffert)